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Cholesterin

Ist Cholesterin schädlich für den Körper und welchen Einfluss haben Transfettsäuren und Eier auf den Cholesterinspiegel?

Antwort:

Cholesterin erfüllt im menschlichen Organismus wichtige Aufgaben. Es ist eine fettähnliche Substanz und spielt eine Rolle beim Wachstum von Zellen, bei der Bildung einiger Hormone und der Gallenflüssigkeit. Unser Körper produziert die notwendige Menge selbst und kann auf die Cholesterinzufuhr von außen eigentlich verzichten. Cholesterin ist auch die Grundlage für die Bildung von Kortisol, das in der Nebennierenrinde hergestellt wird. Kortisol fördert z.B. den Abbau von Eiweiß und die Neuproduktion von Zucker und beeinflusst den Salz- und Wasserhaushalt. Es wirkt entzündungshemmend und erhöht den Blutzuckerspiegel im Blut. Erst wenn Cholesterin im Übermaß vorkommt, kann es gefährlich werden.


Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter Ernährung und erhöhte Blutfettwerte.

Eier und Cholesterin

Das Ei enthält großteils ungesättigte Fettsäuren, die positiv auf die Blutfettwerte wirken können. Die Fette kommen allerdings in Verbindung mit Cholesterin vor, was einen negativen Einfluss auf die Cholesterinwerte im Blut hat. Laut österreichischer Ernährungspyramide können pro Woche bis zu drei Eier konsumiert werden. Ein Ei enthält – je nach Größe – ca. 250 mg Cholesterin und damit bereits fast die empfohlene Höchstmenge von 300 mg pro Tag. Eier werden jedoch nicht mehr als so „böse“ angesehen wie früher. Man hat nämlich erkannt, dass der Blutcholesterinspiegel beim gesunden Menschen durch einen Regulationsmechanismus gesteuert wird. Dieser sorgt dafür, dass die Bilanz zwischen Cholesterinaufnahme und -ausscheidung oder -umsetzung ausgeglichen ist. Zudem gibt es Hinweise, dass das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin den Mechanismus, der für die Aufnahme des Cholesterins durch die Darmwand in den Körper verantwortlich ist, hemmen könnte.

Eine unausgewogene Ernährung reich an tierischen Lebensmitteln und arm an pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse sowie Bewegungsmangel führen eher zu hohen Blutfettwerten als ein einziges cholesterinreiches Lebensmittel. Im Kontext einer ausgewogenen Ernährung ist es laut österreichischer Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) durchaus vertretbar, kurzfristig mehr Eier als sonst zu konsumieren. Es gibt jedoch Menschen mit einer erblichen Vorbelastung für Fettstoffwechselstörungen. Bei ihnen ist der Regulationsmechanismus für den Blutcholesterinspiegel defekt. Die Aufnahme einer hohen Menge Nahrungscholesterin, z.B. über Eier, kann bei diesen Menschen langfristig den Cholesterinspiegel ansteigen lassen.

Transfettsäuren und Cholesterin

Laut wissenschaftlichen Studien wirken sich Transfettsäuren besonders ungünstig auf den Cholesterinspiegel aus. Sie können das LDL-Cholesterin erhöhen und das HDL-Cholesterin vermindern, sodass das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ansteigen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Fette und erhöhte Blutfette.

zuletzt aktualisiert 05.05.2014
Erstellt durch die Ernährungshotline
Freigegeben durch Redaktion Gesundheitsportal
Letzte Expertenprüfung durch Verein für Konsumenteninformation (VKI)
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