Schnellmenü

Zur Startseite springen, Accesskey 0,
Zur Hauptnavigation springen, Accesskey 1,
Zum Inhalt springen, Accesskey 2,
Zur Kontaktseite springen, Accesskey 3,
Zur Sitemap springen, Accesskey 4

Zum Schnellmenü zurück

Kuhmilchallergie bei Kindern

Was muss speziell bei Kindern mit Kuhmilchallergie beachtet werden?

Antwort:

Bei einer Kuhmilchallergie muss das Kind generell auf Milch und Milchprodukte verzichten. Darunter fallen alle Trinkmilchsorten wie Vollmilch, teilentrahmte Milch und Magermilch sowie daraus hergestellte Produkte wie Milchmisch- und Kakaogetränke. Auch Kondensmilch, Schlagobers, Sauermilchprodukte wie Butter-, Dickmilch, Kefir und Frischkäse wie Topfen, Rahmfrischkäse, Cottage Cheese, auch Milchdesserts wie Eis, Milchreis, Pudding und alle Sorten von Käse sowie Butter dürfen nicht gegessen werden.

Eine Kuhmilchallergie darf nicht mit einer Laktose-Intoleranz verwechselt werden, bei der Milchzucker nicht verdaut werden kann, da das entsprechende Verdauungsenzym (Enzym Laktase) nicht oder nur ungenügend gebildet wird. Bei einer Kuhmilchallergie reagiert der Körper hingegen auf bestimmte Eiweißstoffe, die in der Kuhmilch enthalten sind. Somit kann bei einer Allergie auch nicht auf Produkte zurückgegriffen werden, die als „laktosefrei“ deklariert sind wie z.B. laktosefreie Milch.

Versteckte Milchbestandteile

Viele Fertigprodukte und andere Waren können versteckte Milchbestandteile enthalten. Bei Produkten wie Brot (z.B. Milchbrötchen, Paniermehl), Kuchen, Wurst (z.B. Frankfurter), Margarine, Fertigdesserts (z.B. Pudding), Fertigsaucen und -dips (z.B. Mayonnaise), Fertiggerichte (z.B. Pizza, Packerlsuppen) sollte daher immer die Zutatenliste überprüft werden. Folgende Begriffe der Zutatenliste sind ein Hinweis auf Milch und deren Bestandteile:
Milchpulver, Molke, Molkenpulver, Milcheiweiß(-protein), Milchzucker (Laktose), Molkeneiweiß(-protein), Kasein, Käse, Joghurt, Topfen bzw. Quark (bei Produkten aus Deutschland), Butter, Buttermilch, Molke, Kefir. 

Hinweis Auch Medikamente können Milchzucker (Laktose) oder Milchpulver enthalten.

Versorgung gewährleisten: Protein, Kalzium und Co.

Kuhmilch stellt in der Kinderernährung eine wichtige Protein- und Kalziumquelle dar und liefert zudem Jod und Vitamin B2. Um alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten, muss die Ernährung des Kindes daher gut geplant werden. Verträgt das Kind Soja, können Sojaprodukte verabreicht werden. Bedenken Sie jedoch, dass handelsübliche Sojagetränke meist einen geringeren Nährstoffgehalt als Kuhmilch aufweisen. Wichtig ist, dass kalziumangereicherte Sojaprodukte verwendet werden, die den Gehalt von Kuhmilch erreichen (120 mg Kalzium/100 ml). Milchersatznahrungen können getrunken bzw. gegessen, aber auch zum Kochen z.B. für die Zubereitung von Kartoffelpüree, Saucen, Aufläufen, Desserts verwendet werden.

Der Kalziumbedarf des Kindes kann zusätzlich durch Kalzium angereicherte Fruchtsäfte oder kalziumreiche Mineralwässer (min. 300 mg Kalzium pro Liter) gedeckt werden. Manche Gemüsesorten wie z.B. Fenchel, Kohlrabi, Grünkohl oder Broccoli haben einen hohen Kalziumgehalt. Da Kinder jedoch meistens keine besonders großen Gemüseportionen essen, ist der Kalziumbedarf ausschließlich durch Gemüse nur schwer zu decken.

Der Vitamin-B2-Bedarf des Kindes kann durch viele herkömmliche Lebensmittel wie z.B. Fleisch, Hülsenfrüchte, Grünkohl, Spinat, Broccoli und Mangold gedeckt werden. Da Kuhmilch wesentlich zur Jodversorgung von Kindern beiträgt, sollten unbedingt weitere Jodquellen der Nahrung gut genutzt werden.

Dabei sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • mindestens einmal pro Woche Meeresfisch essen,
  • jodiertes Speisesalz verwenden,
  • bei Fertigprodukten wie Brot und Wurst darauf achten, dass diese jodiertes Salz enthalten.

Besprechen Sie zur Sicherheit den Speiseplan des Kindes mit einer ernährungsversierten Fachkraft wie z.B. Diätologin/Diätologe, Ernährungsmedizinerin/Ernährungsmediziner bzw. der Kinderärztin/dem Kinderarzt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

zuletzt aktualisiert 05.05.2014
Erstellt durch die Ernährungshotline
Freigegeben durch Redaktion Gesundheitsportal
Letzte Expertenprüfung durch Verein für Konsumenteninformation (VKI)
Zum Expertenpool