Schnellmenü

Zur Startseite springen, Accesskey 0,
Zur Hauptnavigation springen, Accesskey 1,
Zum Inhalt springen, Accesskey 2,
Zur Kontaktseite springen, Accesskey 3,
Zur Sitemap springen, Accesskey 4

Zum Schnellmenü zurück

Kalbsleberstreichwurst

Darf eine Streichwurst mit fünf Prozent Kalbsleber und 17 Prozent Schweineleber lebensmittelrechtlich als Kalbsleberstreichwurst bezeichnet werden?

Antwort:

Laut österreichischem Lebensmittelcodex muss in Kalbsleberstreichwurst insgesamt mindestens 30 Prozent Leber vom Schwein oder Kalb enthalten sein. Die Kalbsleber muss dabei mindestens fünf Prozent ausmachen. Das ist rechtmäßig, wenn auch nicht konsumentenfreundlich. Die Hersteller können den Kalbsleberanteil natürlich freiwillig erhöhen, was diese jedoch selten tun, da dies mit höheren Kosten verbunden ist. Bei der erwähnten Streichwurst ist insgesamt zu wenig Leber enthalten. Geregelt ist dies unter anderem im Österreichischen Lebensmittelcodex.

Auszug aus dem Lebensmittelcodex Kapitel B 14 Fleisch und Fleischwaren, Unterkapitel 4.3.3.:

Kalbsleberstreichwurst, Gansleberstreichwurst, Gutsleberstreichwurst,
feine Leberstreichwurst und Leberstreichwürste mit anderen hervorhebenden
Bezeichnungen oder mit solchen, die auf ausländische Gebiete oder Orte hinweisen:

  • 30 Teile Leber vom Schwein oder Kalb, 
  • 25 Teile mageres Schweinefleisch I oder Kalbfleisch II,
  • 45 Teile fette Abschnitte.

Kalbsleberstreichwurst und Gansleberstreichwurst müssen mindestens fünf Prozent Leber der namengebenden Tierart enthalten, wobei der Gesamtlebergehalt (Schweineleber einschließlich Leber der namengebenden Tierart) mindestens 30 von 100 Teilen betragen muss. Werden Sie auf Produkte aufmerksam, die nicht diesen Vorgaben entsprechen, können Sie sich an das Marktamt bzw. an die Lebensmittelaufsicht wenden, die in solchen Fällen Anzeige erstatten.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Wiener Marktamt bzw. in den Bundesländern bei der Lebensmittelaufsicht, einer Stelle/Abteilung der zugehörigen Bezirkshauptmannschaft sowie im Kapitel B 14 Lebenmittelbuch.

Hinweis Wurde das Produkt im EU-Ausland produziert, gilt das Österreichische Lebensmittelbuch nicht, sondern es gelten die Vorschriften des Ursprungslandes. Das heißt, der Gesamtlebergehalt kann dann durchaus geringer ausfallen.

zuletzt aktualisiert 05.05.2014
Erstellt durch die Ernährungshotline
Freigegeben durch Redaktion Gesundheitsportal
Letzte Expertenprüfung durch Verein für Konsumenteninformation (VKI)
Zum Expertenpool