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Rucola

Lange Zeit war das Würzkraut Rucola in Vergessenheit geraten. Heute ist er ein beliebter dekorativer wie schmackhafter Bestandteil in sommerlichen Salaten und leichten Pastagerichten. Bekannt ist seine Verwendung in italienischem Pesto, der Kräuterwürzpaste zu Nudeln. Rucola harmoniert mit Fleisch-, Fisch und Gemüsegerichten. Unterschieden werden zwei verschiedene Arten: der Salatrucola und der Wildrucola, auch Würzrauke. Die für den leicht scharfen Geschmack verantwortlichen Senföle (Glukosinolate) zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen . . .

Pflanzenkunde

Rucola zählt zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler). Seine nahe Verwandtschaft zu den Kohlgewächsen wird durch den leicht scharfen Geschmack deutlich. Rucola stammt aus Italien und Frankreich. Man unterscheidet zwei botanische Arten: Der Salatrucola (Eruca sativa), auch bekannt unter dem Namen Salatrauke, großblättriger Rucola, Ölrauke oder Senfkohl, ihn erkennt man an den rundlichen leicht gewellten Blatträndern sowie am milderen kresse- bis nusssartigen Geschmack. Die Blätter des Rucola erinnern an jene des Löwenzahns – sie können bis zu 15 Zentimeter lang werden. Der Wilde Rucola (Diplotaxis tenuifolia), auch unter Würzrauke oder feinblättriger Rucola geläufig, hat eine stark gezahnte fiederteilige Blattform. Seine Blätter haben einen höheren Gehalt an Senfölen (Glukosinolate), was den scharf würzigen bis pfeffrigen Geschmack ausmacht.

Rucola aus heimischem Anbau ist ca. von Februar bis in den November erhältlich.

Inhaltsstoffe

Rucola besitzt viele wertvolle Inhaltsstoffe und ist eine gute Quelle für Eisen, Kalzium und Kalium, Vitamin C und Vitamin A. Die für den leicht scharfen Geschmack verantwortlichen Senföle (Glukosinolate) zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie besitzen viele gesundheitsförderliche Wirkungen, u.a. können sie antioxidativ und gegen Krebs wirksam sein. Weitere Informationen finden Sie unter Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkungen.

Rucola speichert Nitrate, die natürlicherweise im Boden vorkommen bzw. über Düngemittel in die Umwelt gelangen. Diese können im Körper in Nitrosamine umgewandelt werden und sind gesundheitsschädlich. Beim Verzehr von Rucola in normalen Mengen stellt die Belastung durch Nitrat keine gesundheitliche Gefahr dar. Die gleichzeitige Anwesenheit von Vitamin C kann die Umwandlung in Nitrosamine hemmen. 

Rucola
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Rucola
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Energie (kcal) 24 Eisen (mg) 1,5
Fett (g) 0,7 Vitamin A (µg) 233
Protein (g) 2,6 Vitamin B1 (mg) 0,04
Kohlenhydrate (g) 2,1 Vitamin B2 (mg) 0,09
Ballaststoffe (g) 1,6 Niacin (mg) 0,3
Kalium (mg) 369 Vitamin B6 (mg) 0,07
Kalzium (mg) 160 Vitamin C (mg) 35
Magnesium (mg) 13 Vitamin E (mg) 0,6

Verwendung und Zubereitung

Rucola sollte gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden. Lange Blattstiele können mit den Fingern abgezupft werden. Durch seinen intensiven Geschmack eignet sich Rucola sehr gut als Küchen- und Würzkraut. Bekannt ist seine Verwendung in italienischem Pesto, der Kräuterwürzpaste zu Nudeln. Rucola harmoniert mit Fleisch-, Fisch und Gemüsegerichten. Gerne wird er mit anderen Salaten gemischt. Sein leicht scharfes und würziges Aroma verleiht vielen Gerichten den gewissen Pep, auch optisch.

Rucola kann sowohl roh als auch gegart verzehrt werden. Durch Erhitzung verliert er an Schärfe und Aroma. Kurz angedünstet passt Rucola z.B. als Beilage zu Fleisch oder Fisch.

Hinweis Rucolasamen sind ebenfalls zum Verzehr geeignet und können wie Senfsamen auch zum Würzen verwendet werden.

Lagerung

Achten Sie beim Einkauf auf dunkelgrüne Blätter – dies ist ein Hinweis auf Frische. Keinesfalls sollten braune Flecken oder welke Blätter sichtbar sein. Rucola sollte möglichst frisch verzehrt werden. Die Blätter werden sehr schnell welk. Eingewickelt in ein leicht feuchtes Küchenpapier oder im Gefrierbeutel hält er im Kühlschrank in der Gemüselade bis zu zwei Tage.