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Quitten

Die Quitte ist in der heimischen Küche nur selten anzutreffen und beinahe vergessen. Ihr aromatisch süß-säuerlicher Geschmack macht sie jedoch zu etwas Besonderem! Verarbeitet werden Quitten ähnlich Äpfeln und Birnen, d.h., das Kerngehäuse muss entfernt werden. Ihr hoher Pektingehalt verleiht der Quitte gelierende Eigenschaften. Aufgrund ihres teilweise vorhandenen Flaums erhielt die Quitte unter den Römern auch den Namen „wolliger Apfel“ . . . 

Pflanzenkunde

Die Quitte (Cydonia oblonga) ist mit Apfel und Birne verwandt, zählt ebenfalls zu den Kernobstarten und stammt aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihr Name leitet sich vermutlich von der kretischen Stadt Kydonia – heute Chania – ab. Bereits in der römischen Antike war die Quitte als „kretischer Apfel“ bekannt.

Die Quitte wächst auf Sträuchern, die bis zu sechs Meter hoch werden. Ihre Frucht ist apfel- bis birnenförmig und besitzt ein Kerngehäuse. Die harte Schale ist glatt und grün bis leuchtend gelb. Ein besonderes Kennzeichen der Quitte ist ihr weißgrauer-filziger Flaum an der Schale, der sehr bitter ist. Dieser Flaum verlieh der Quitte unter den Römern auch den Namen „wolliger Apfel“. Die Früchte können bis zu einem Kilogramm schwer werden. Je nach Sorte – man unterscheidet die Birnen- und die Apfelquitte – ändert sich die Form der Frucht. Andere Sorten werden vorwiegend als Zierpflanzen verwendet (z.B. Japanische Zierquitte). Die Quitte besitzt einen sehr aromatischen, zitronenähnlichen Duft.

Frische heimische Quitten sind Ende September bis Anfang November erhältlich. Nur selten findet man sie im Handel, vermehrt jedoch auf Märkten.

Hinweis Die Quitte enthält wie ihre Verwandte, die Birne, sogenannte Steinzellen. Sie machen das Fruchtfleisch körnig.

Inhaltsstoffe

Die Quitte ist eine kalorienarme Frucht und besteht zu über 80 Prozent aus Wasser. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen wirkt positiv auf die Verdauungstätigkeit. Die enthaltenen Pektine haben zudem gelierende Eigenschaften, die man sich küchentechnisch zunutze machen kann. Der Pektingehalt nimmt mit dem Reifegrad der Früchte ab. Quitten haben nennenswerte Mengen an den Mineralstoffen Eisen, Zink, Kalium, Kalzium, Kupfer und Mangan. Zudem haben sie einen hohen Vitamin-C-Gehalt.

Quitte
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer
Anteil, roh
Quitte
Inhaltsstoffe
je 100 g verzehrbarer Anteil, roh
Energie (kcal) 38 Magnesium (mg) 8
Fett (g) 0,5 Eisen (mg) 0,6
Protein (g) 0,4 Vitamin A (µg) 6
Kohlenhydrate (g) 7,3 Vitamin B1 (mg) 0,03
Ballaststoffe (g) 5,9 Vitamin B2 (mg) 0,03
Kalium (mg) 183 Niacin (mg) 0,2
Kalzium (mg) 10 Vitamin C (mg) 14

Verwendung und Zubereitung

Heimische Quitten sind aufgrund ihres herb-bitteren Geschmacks und des harten bis holzigen Fruchtfleisches nicht zum Rohverzehr geeignet. Werden die Quitten gekocht, gedämpft oder gebacken, wird ihr Fruchtfleisch gut verträglich, saftig und weich, auch der Geschmack wird milder.

Bevor die Quitten verarbeitet werden, muss der filzige Flaum der Außenhaut abgerieben werden. Am besten gelingt dies mit einem Tuch. Verarbeitet werden Quitten ähnlich Äpfeln und Birnen, d.h., das Kerngehäuse muss entfernt werden. Quitten sollten geschält verzehrt werden. Durch ihr süß-säuerliches Aroma passen sie zu Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichten. Quitten können u.a. gut mit Äpfeln, Birnen oder Beeren kombiniert werden. Gerne werden sie zu Gelee, Marmeladen, Kompott, Mus oder Saft verarbeitet. Außerdem eigenen sie sich als Backzutat, z.B. als Kuchen- oder Tortenbelag.

Hinweis Möchten Sie beim Kochen die gelierende Wirkung der Quitte nutzen, verwenden Sie eher wenig ausgereifte Früchte.

Lagerung

Quitten sollten zu Hause kühl und luftig gelagert werden. So sind sie max. acht Wochen haltbar. Druckstellen sollten vermieden werden. Eine lange Lagerung verfärbt das Fruchtfleisch bräunlich.

Hinweis Der Quittengeruch geht bei der Lagerung leicht auf andere Früchte über und kann deren Geschmack beeinflussen.