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Wehen & Geburt

Geburtswehen gelten als relativ sicheres Geburtsanzeichen. Wehen sind die treibende Kraft bei der Geburt eines Kindes. Es handelt sich dabei um starke Kontraktionen der Gebärmutter, die zuerst in regelmäßigen und anschließend in immer kürzeren Abständen auftreten. Sie werden meist als schmerzhaft empfunden. Je weiter die Eröffnungsphase voranschreitet, desto länger dauert die Wehe und desto kürzer wird der Abstand zwischen den Kontraktionen. Durch die Wehen wird das Kind durch den Geburtskanal geschoben und der Muttermund kann sich öffnen. Je nach Dauer und Stärke der Wehen unterscheidet man verschiedene Arten von Wehen . . .

Schwangerschaftswehen

Sie entwickeln sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft und werden auch als Übungswehen bezeichnet. Der Gebärmuttermuskel zieht sich zusammen, um das Kind langsam in die richtige Position für die Entbindung zu bringen. Zum Ende der Schwangerschaft (ca. 34. bis 36. Schwangerschaftswoche) gehen die Übungswehen in sogenannte Vorwehen über. Vorwehen sind meistens schmerzlos, können sich aber zu schmerzhaften Senkwehen entwickeln. Durch die Senkwehen wird der Kopf des Kindes weiter nach unten in das mütterliche Becken gedrückt – ein Zeichen für die bevorstehende Geburt.

Vorwehen

Vorwehen lassen den Gebärmutterhals reifen und machen ihn weicher. Sie bringen das Baby in Startposition für die Geburt. Vorwehen sind somit eine wichtige Vorarbeit und werden von den Frauen kaum oder aber auch als unangenehme Krämpfe empfunden. Meist gehen die Vorwehen direkt mit regelmäßiger und länger anhaltenden Wehen direkt in die Geburtswehen über.

Geburtswehen 

Mit den Eröffnungswehen beginnt sich der Muttermund zu öffnen. Während der Austreibungsphase werden diese stärker und treten in immer kürzer werdenden Abständen auf. Unter anderem entstehen durch den Druck des kindlichen Kopfes auf den Darm der Mutter sogenannte Presswehen, durch die das Kind geboren wird.

Nachgeburtswehen & Nachwehen

Nach der Entbindung sorgen Nachgeburtswehen für die Ablösung des Mutterkuchens (Plazenta). Einige Stunden nach der Geburt bewirken Nachwehen, dass sich die Gebärmutter wieder zusammenzieht. Nachwehen sind bis zu einer Woche spürbar, wirken aber noch vier bis sechs Wochen nach.

Was kann der Partner tun?

Als Partner eine Geburt zu begleiten bedeutet, den Dingen ihren Lauf zu lassen und der Partnerin zu vertrauen. Die Rolle des Mannes besteht vor allem darin, für seine Partnerin da zu sein, ihr Mut zuzusprechen, sie zu beruhigen und mit ihr auf den großen Moment zu warten. Auch wenn die Gebärende den Partner nicht mehr richtig wahrzunehmen scheint – schließlich ist sie vollkommen auf die Geburt des Babys fokussiert – ist es wichtig, zu wissen, dass ihr Partner bei ihr ist.

Hinweis Heutzutage gilt es als „normal“, dass der Partner bei der Geburt dabei ist. Werdende Väter sollten sich jedoch nicht unter Druck setzen. Nicht jeder kann die Schmerzen der Partnerin mittragen. Nur Männer, die wirklich damit umzugehen wissen, sind eine wertvolle Unterstützung für die Partnerin während der Geburt.

Manchmal kann es auch sein, dass der Partner zum „Blitzableiter“ wird. Frauen befinden sich während der Geburt in einer absoluten Ausnahmesituation, da kann es schon mal passieren, dass das eine oder andere unschöne Wort gegenüber dem Partner ausgesprochen wird.

Dass Männer während der Geburt reihenweise ohnmächtig werden, ist ein Ammenmärchen. Trotzdem gibt es auch Situationen während der Geburt, die für manche Männer schwer auszuhalten sind. Daher: Wer verspürt, dass er in Panik gerät oder ihn das Geburtsgeschehen aus anderen Gründen überwältigt, sollte sich nicht scheuen den Kreißsaal kurz zu verlassen. Oft kann es helfen, frische Luft zu schnappen oder mit einem Freund zu telefonieren.

Hinweis Möchte der Mann bestimmte Dinge während der Geburt nicht sehen, etwa weil es die Scham der Partnerin verletzen könnte, sollte man darüber vorher mit der Hebamme reden.

Geburtsvorbereitung kann helfen

Ein guter Geburtsvorbereitungskurs ist nicht nur für Schwangere interessant. Auch für werdende Väter kann ein Kurs eine wertvolle Unterstützung sein. Neben Informationen rund um die Geburt erfahren Männer, wie sie ihrer Partnerin bereits vor der Geburt und während der Entbindung helfen können. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: Gut vorbereitet zur Geburt. 

Wie entstehen Wehen?

Der Entstehungsmechanismus ist nicht vollständig geklärt. Wesentlichen Einfluss auf das Entstehen von Wehen am Ende der Schwangerschaft haben der veränderte Hormonspiegel von Östrogen, Progesteron, Cortisol und Oxytocin.

Die Hormone Progesteron und Östrogen sind für den Menstruationszyklus verantwortlich. Kommt es zu einer Schwangerschaft, übernimmt die Plazenta die Progesteronproduktion. Das von der Plazenta gebildete Progesteron sorgt dafür, dass sich der Gebärmuttermuskel entspannt und keine Wehen während der Schwangerschaft auslöst. Am Ende der Schwangerschaft reduziert sich die Progesteronwirkung und der mütterliche Organismus schüttet vermehrt Östrogene aus. Durch den erhöhten Östrogenspiegel wird das Hormon Oxytocin produziert. Oxytocin ist das eigentliche wehenfördernde Hormon, das zum Ende der Schwangerschaft vermehrt gebildet und ausgeschüttet wird. Das führt dazu, dass sich die Gebärmutter immer wieder zusammenzieht und die Stärke der Wehen zunimmt. Das Hormon Östrogen aktiviert auch die Produktion von Prostaglandinen. Diese Botenstoffe bewirken, dass der Gebärmutterhals (Zervix) weicher wird und sich mit jeder Wehe etwas weiter öffnet.