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Fehl- und Totgeburt

Der Tod eines Kindes ist wahrscheinlich der schwerwiegendste Verlust, den Eltern erleben können. Bei einer Totgeburt muss die Schwangerschaft nicht vollständig ausgetragen werden, sodass eine Geburtseinleitung erfolgt. In der Medizin unterscheidet man zwischen Fehl- und Totgeburt: Unter einer Fehlgeburt (Abort/Abortus) versteht man ein totgeborenes Kind mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm vor der 24. Schwangerschaftswoche. Nach der 24. Schwangerschaftswoche wird von einer Totgeburt gesprochen (intrauteriner Fruchttod, IUFT) . . .

Wer hilft nach einer Fehl- bzw. Totgeburt?

Ein Kind zu verlieren ist für Eltern ein schwerer Verlust. Bei der Bewältigung der Trauer können Gespräche mit vertrauten Menschen über das Geschehene oder auch das Reden mit anderen Eltern, die Ähnliches erlebt haben, helfen. Das ist beispielsweise möglich durch den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe. Viele Beratungsstellen bieten auch die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung.

Rechtliche Grundlagen

Sowohl im Fall einer Totgeburt wie auch dann, wenn das Kind unmittelbar nach der Geburt gestorben ist, darf die Arbeitnehmerin grundsätzlich während acht Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigt werden (absolutes Beschäftigungsverbot oder Schutzfrist).

Bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten oder Kaiserschnittentbindungen erhöht sich dieser Zeitraum auf zwölf Wochen (§ 5 Abs. 1 Mutterschutzgesetz). 

Hinweis Verkürzt sich das Beschäftigungsverbot vor der Geburt, so verlängert es sich nach der Geburt im Ausmaß der Verkürzung, längstens jedoch bis zu 16 Wochen.

Nach einer Fehlgeburt besteht kein Beschäftigungsverbot. Während der gesundheitlichen Beeinträchtigung nach einer Fehlgeburt besteht die Möglichkeit eines Krankenstandes.

Kündigungs- und Entlassungsschutz

Mit Beginn der Schwangerschaft bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung besteht für  Arbeitnehmerinnen einen besonderer Kündigungs- und Entlassungsschutz. Bei einer Fehlgeburt endet dieser Kündigungs- und Entlassungsschutz nach vier Wochen. 

Hinweis Dieser Schutz ist kein absoluter (auch nicht nach einer Lebendgeburt) – eine Kündigung oder Entlassung kann trotzdem erfolgen, allerdings in der Regel nur nach gerichtlicher Zustimmung und in besonderen Fällen.


 Fehlgeburt (Abort)   
 Frühabort  bis einschließlich 12 bis 14. Schwangerschaftswoche 
 Spätabort  ab der 14. bis 24. abgeschlossene Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht unter 500 Gramm
 Totgeburt  Geburtsgewicht über 500 Gramm und ohne Lebenszeichen 
 Frühgeburt  Lebendgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche  
 Reifgeborenes Kind   ab der 37. bis zur 42. Schwangerschaftswoche 


Beratung & Hilfe

  • Verein Regenbogen: Selbsthilfegruppe für Eltern, die ihr Baby nach Abortus, Abtreibung, Fehlgeburt, Totgeburt oder Tod vermissen. Zu den Treffen kommen ausschließlich betroffene Frauen und Männer, die anderen Eltern ihre Hilfe durch Erfahrungsaustausch und Gespräche anbieten möchten.

  • Stille Geburt: Die Website bietet Hilfestellung und Informationen für Eltern, die ihr Kind vor, während oder nach der Geburt verloren haben.

  • Nanaya: Beratung vor und nach der Geburt; Angebote zur Trauerbegleitung nach einer Fehl- oder Totgeburt

  • Ansprechstellen für Hilfe in seelisch belastenden Situationen finden Sie unter Wenn die Psyche Hilfe braucht.