Schnellmenü

Zur Startseite springen, Accesskey 0,
Zur Hauptnavigation springen, Accesskey 1,
Zum Inhalt springen, Accesskey 2,
Zur Kontaktseite springen, Accesskey 3,
Zur Sitemap springen, Accesskey 4

Zum Schnellmenü zurück

Spitalsgeburt

Bei der Geburt in einem Krankenhaus wird die schwangere Frau üblicherweise von einem Team aus Ärztin/Arzt und Hebamme betreut. Falls es während der Geburt zu Komplikationen kommt, steht im Krankenhaus die geeignete Infrastruktur für die Behandlung zur Verfügung. Vor der Geburt bieten viele Krankenhäuser Informationsveranstaltungen an, damit die Schwangeren Räumlichkeiten, Personal und Ausstattung kennen lernen können. In manchen Krankenhäusern besteht auch die Möglichkeit, dass eine frei praktizierende Wahlhebamme die Geburt betreut . . .

Stationäre oder ambulante Geburt?

Grundsätzlich ist im Krankenhaus eine stationäre oder ambulante Geburt möglich. Ambulant entbinden heißt, dass die Mutter und ihr Baby einige Stunden nach der Geburt nach Hause gehen. Voraussetzung ist, dass keine weitere Betreuung im Spital aus medizinischen Gründen notwendig ist. Bei einer stationären Entbindung bleiben Mutter und Kind maximal vier Tage (bei einem Kaiserschnitt länger) im Krankenhaus und verbringen dort die Zeit des Wochenbetts. Weitere Informationen finden Sie unter Betreuung im Wochenbett.

Für Frauen, die sich für eine ambulante Entbindung entschieden haben, empfiehlt das Österreichische Hebammengremium, bereits während der Schwangerschaft eine Hebamme für die Nachbetreuung im Wochenbett zu engagieren, möglichst schon um die 30. Schwangerschaftswoche oder früher.

Anmeldung & Transport 

Für die Geburt im Krankenhaus Ihrer Wahl sollten Sie sich anmelden. Da jedes Krankenhaus seine eigenen zeitlichen Fristen hat, bis wann eine Anmeldung möglich ist, sollten Sie sich rechtzeitig informieren. Das Krankenhaus bietet Informationen, was für den Spitalsaufenthalt mitgenommen werden soll. Hier finden Sie außerdem eine Checkliste für den Krankenhausaufenthalt.

Transport

Wenn die ersten Anzeichen für die Geburt auftreten, ist es Zeit, sich ins Krankenhaus zu begeben. Die Eröffnungsphase hat begonnen. Bei einem vorzeitigem Blasensprung sollte der Transport im Liegen erfolgen, um das Risiko eines Nabelschnur- oder Armvorfalles gering zu halten.

Aufnahme ins Krankenhaus

Nach der Aufnahme ins Krankenhaus wird die werdende Mutter zunächst untersucht.
Im Rahmen der Aufnahmeuntersuchung ist es möglich, dass die Ärztin/der Arzt, aber auch die Hebamme einen Darmeinlauf empfiehlt, der aber nicht unbedingt notwendig ist. Einläufe werden gemacht, damit die Gebärende beim Pressen den Darm nicht mit entleert. Man vermutet auch, dass dadurch die Wehentätigkeit stimuliert werden kann und ein leerer Darm das Tiefertreten des kindlichen Kopfes erleichtert.

Betreuung während der Geburt

Ist die Geburt fortgeschritten, kommt die Gebärende in den Kreißsaal. Dort hält sie sich während der Austreibungsphase bis zur Entbindung auf. Jede Geburt muss von einer Hebamme betreut werden. Eine Ärztin oder ein Arzt muss dann beigezogen werden, wenn Komplikationen auftreten oder die Gebärende eine spezielle Schmerzbehandlung wie beispielsweise eine Periduralanästhesie (Kreuzstich) wünscht. Die Anwesenheit einer Ärztin/eines Arztes während der einzelnen Geburtsphasen wird von den Krankenhäusern unterschiedlich gehandhabt. Ausführliche Informationen zur Schmerzbetäubung finden Sie unter Die Narkose.

Während der Geburt kann die Gebärposition auch öfters gewechselt werden. Um die angenehmste Position für die unmittelbare Geburt zu finden, kann in vielen Krankenhäusern auf unterschiedliche Geburtsmethoden zurückgegriffen werden. Weitere Informationen finden sie unter Geburtsmethoden und Gebärpositionen.

Hier finden Sie Informationen zu medizinischen Maßnahmen, die den Geburtsverlauf erleichtern können oder die aufgrund auftretender Komplikationen erforderlich sind.

Betreuung von Mutter und Kind nach der Geburt

Nach der Entbindung werden die ersten Untersuchungen des Neugeborenen durch eine Hebamme, eine Ärztin/einen Arzt durchgeführt. Es werden die Hautfarbe, die Herzfrequenz, Reflexe, Muskeltonus und Atmung kontrolliert und bewertet (APGAR-Test). Die Ergebnisse werden in den Mutter-Kind-Pass eingetragen. Weitere Informationen finden Sie unter Mutter-Kind-Pass und Neugeborenenuntersuchung.


Versorgung der Mutter nach der Geburt

Nach der Entbindung wird die Mutter noch einige Zeit im Kreißsaal überwacht, um den Blutverlust nach der Geburt zu kontrollieren. Wurde ein Dammschnitt vorgenommen – bzw. nach einem Dammriss –, näht die Ärztin/der Arzt oder aber auch die Hebamme den Schnitt bzw. den Riss. Dazu kann eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) vorgenommen werden.

Mütter, die ihr Wochenbett im Krankenhaus verbringen, werden nach der Überwachung im Kreißsaal in ein Zimmer gebracht. Viele Krankenhäuser bieten auch sogenanntes „Rooming-in“ an. Das bedeutet, dass das Neugeborene tagsüber und manchmal auch nachts im selben Raum wie die Mutter untergebracht ist. So kann die Mutter ihr Kind jederzeit stillen und selbst wickeln. Dabei wird sie von Hebammen unterstützt und beraten. Spricht nichts dagegen, verlassen Mutter und Kind das Krankenhaus um den vierten Tag nach der Entbindung. Mütter, die sich für eine ambulante Geburt im Krankenhaus entschieden haben, werden nach der Geburt noch einige Stunden in einem Zimmer überwacht, um sicherzugehen, dass keine weiteren Komplikationen auftreten. Sprechen keine medizinischen Gründe dagegen, können Mutter und Kind das Krankenhaus nach wenigen Stunden verlassen.

Wohin kann ich mich wenden?

Geplante Geburten werden in Krankenhäusern mit Geburtsabteilung durchgeführt. Krankenhäuser in Ihrer Nähe finden Sie unter Services (Spitalssuche).

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die Entbindung in einem Krankenhaus sind durch die Sozialversicherung abgedeckt. Dabei können alle notwendigen medizinischen Leistungen und geburtshilflichen Angebote in Anspruch genommen werden. Für eine normale Entbindung ohne Komplikationen ist die Pflege in einem Krankenhaus längstens für zehn Tage zu gewähren (vgl. § 161 ASVG). Die Geburtsbegleitung im Krankenhaus durch eine Wahlhebamme ist eine Privatleistung und muss daher selbst bezahlt werden. Eine Erstattung durch die Krankenkasse ist nicht möglich.