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Der Mutter-Kind-Pass auf einen Blick

Der Mutter-Kind-Pass dient der gesundheitlichen Vorsorge für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder bis zum fünften Lebensjahr. Die im Mutter-Kind-Pass-Programm vorgesehenen Untersuchungen sind eine Gelegenheit zur Früherkennung und rechtzeitigen Behandlung von Krankheiten sowie zur Kontrolle des Entwicklungsstandes des Kindes. Seit der Einführung im Jahre 1974 wurde das Mutter-Kind-Pass Programm kontinuierlich weiterentwickelt und dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Erfahrung angepasst . . .

Das Untersuchungsprogramm

Das Untersuchungsprogramm ist in der Mutter-Kind-Pass-Verordnung 2002 der geltenden Fassung geregelt. Es umfasst vor der Geburt fünf gynäkologische Untersuchungen. Bei diesen fünf Terminen werden zusätzlich eine Blutuntersuchung sowie drei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Ab der Geburt stehen zehn Untersuchungen des Kindes einschließlich einer orthopädischen, einer Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung und zwei Augenuntersuchungen am Programm. Seit November 2012 besteht auch die Möglichkeit eine Hebammenberatung in der 18.-22. Schwangerschaftswoche in Anspruch zu nehmen.

Hinweis Für den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe müssen die ersten zehn Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen bei der zuständigen Krankenkasse nachgewiesen werden. Fehlt dieser Nachweis, wird das Kinderbetreuungsgeld gekürzt. Zusätzlich zu den genannten zehn Pflichtuntersuchungen bietet der Mutter-Kind-Pass weitere kostenlose Vorsorgeuntersuchungen bis zum 62. Lebensmonat (zirka 5. Lebensjahr) des Kindes.

Wann und von wem erhalte ich den Mutter-Kind-Pass?

Nach Feststellen einer Schwangerschaft durch die Ärztin/den Arzt erhält die schwangere Frau den Mutter-Kind-Pass. Auch nicht versicherte Frauen haben einen Anspruch auf den Mutter-Kind-Pass. Die Voraussetzung dafür ist der Wohnsitz in Österreich.

Einen Mutter-Kind-Pass erhalten Sie nach Feststellung einer Schwangerschaft bei

  • Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe;

Aber auch bei folgenden Ärztinnen/Ärzten bzw. Einrichtungen, wenn diese Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchführen:

  • Fachärztin/Facharzt für Allgemeinmedizin,
  • in den Fachambulatorien der Gebietskrankenkassen,
  • in den Ambulanzen von Krankenanstalten mit geburtshilflicher Abteilung und
  • in den Schwangeren- bzw. Familienberatungsstellen.

Wer führt die Untersuchungen in der Schwangerschaft durch?

In der Schwangerschaft werden Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen von folgenden Ärztinnen/Ärzten sowie Einrichtungen durchgeführt:  

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • niedergelassene Fachärztin/niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
  • Fachambulatorien für Gynäkologie und Geburtshilfe der Krankenkassen,
  • Ambulanzen für Gynäkologie und Geburtshilfe in Spitälern sowie
  • Familienberatungsstellen mit Schwerpunkt Schwangerenberatung.

Wer führt die Untersuchung des Kindes durch?

Für die Untersuchungen des Kindes ist die erste Anlaufstelle Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt. Die Untersuchungen können aber auch von Allgemeinmedizinerinnen oder Allgemeinmedizinern, in den Fachambulatorien für Kinderheilkunde und von Ärztinnen und Ärzten in den Mutter- bzw. Elternberatungsstellen durchgeführt werden.

  • Die orthopädische Untersuchung wird von Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern, Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde, Fachärztinnen und Fachärzten für Orthopädie sowie in Fachambulatorien für Kinderheilkunde durchgeführt.
  • Die HNO-Untersuchung wird von Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern, Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde sowie von Fachärztinnen und Fachärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde durchgeführt.
  • Die Augenuntersuchung im 10. bis 14. Lebensmonat des Kindes wird von Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern, Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde, Fachärztinnen und Fachärzten für Augenheilkunde und Optometrie sowie in Fachambulatorien durchgeführt.
  • Die Augenuntersuchung im 22. bis 26. Lebensmonat des Kindes kann nur bei der Fachärztin oder beim Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie sowie in den Fachambulatorien durchgeführt werden.

Mutter-Kind-Pass und Auslandsaufenthalt

Zu den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen ist festzustellen, dass diese grundsätzlich auch im Ausland durchgeführt werden können. Falls keine Eintragung in den Mutter-Kind-Pass erfolgt, ist auch eine ärztliche Bestätigung als Nachweis für die Durchführung der jeweils vorgesehenen Untersuchung ausreichend.

Für die Gewährung des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe können die Untersuchungen nur anerkannt werden, sofern sie nach Art, Anzahl und Durchführungszeitpunkt exakt den vorgeschriebenen österreichischen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen entsprechen und dies aus der ärztlichen Bestätigung auch entsprechend hervorgeht. Unter Umständen sind beglaubigte Übersetzungen vorzulegen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen können bei Vertragsärztinnen und Vertragsärzten der Krankenversicherungsträger kostenlos durchgeführt werden. Nicht krankenversicherte Frauen müssen sich vor Inanspruchnahme einer Untersuchung von der Gebietskrankenkasse, die für den Wohnort zuständig ist, einen Anspruchsbeleg ausstellen lassen. Mit diesem Beleg können dann bei einer Vertragsärztin/einem Vertragsarzt des Krankenversicherungsträgers die jeweiligen vorgesehenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kostenlos durchgeführt werden.

Führt eine Wahlärztin oder ein Wahlarzt die Untersuchungen durch, müssen die entstandenen Kosten von der Patientin bzw. von den Eltern zunächst selbst bezahlt werden. Bei Vorlage der Honorarnote samt Zahlungsnachweis werden die Kosten zum Teil von der Sozialversicherung übernommen. Die Höhe der Kostenerstattung beträgt gemäß gesetzlicher Bestimmungen (§ 131 ASVG) 80 Prozent jenes Tarifes, den die Krankenkasse einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt für dieselbe Leistung bezahlt, abzüglich eines Selbstbehaltes von 20 Prozent.  

Hinweis In der 18. und 22. Schwangerschaftswoche kann im Rahmen des Mutter-Kind-Passes eine einstündige Hebammenberatung in Anspruch genommen werden.

Hier erhalten Sie die Informationen zum Mutter-Kind-Pass in Gebärdensprache.


Hilfreiche Baby-App

Help4Baby begleitet werdende Eltern vom ersten Tag der Schwangerschaft an. Mit Eingabe des errechneten Geburtstermins und dem Tag der ärztlichen Erfassung der Schwangerschaft erstellt die App automatisch wichtige Termine. Sie erinnert aktiv an Termine für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen oder an geburtsbedingte Behördengänge. Die wichtigsten Erstinformationen zum Termin werden mitgeliefert. Durch eine Verknüpfung können weiterführende Informationen auf help.gv.at nachgelesen werden. Es ist möglich, alle Termine von der App direkt in den persönlichen Kalender des Mobiltelefons zu übernehmen. Raum für eigene Notizen sowie eine Liste der wichtigsten Notfallrufnummern ergänzen das Angebot.

Hinweis Die Help4Baby App wurde für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Alle in die App eingetragenen persönlichen Angaben bleiben ausschließlich auf dem Mobiltelefon gespeichert.


Ausführliche Informationen zur App erhalten Sie unter HELP4Baby.