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Impfung gegen Pneumokokken

Pneumokokken sind Bakterien, die den  Nasen-Rachenraum besiedeln und nicht immer zu Krankheitssymptomen führen. Übertragen werden Pneumokokken über Tröpfcheninfektion.Im Falle einer invasiven Pneumokokkenerkrankung kommt es zu Blutvergiftung, Gehirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung, die Erkrankung kann auch tödlich enden. 2015 meldete die nationale Referenzzentrale österreichweit mehr als 400 Pneumokokken-bedingte invasive Erkrankungen. Auch kommt es häufig zu bleibenden Folgeschäden wie Hörverlusten, Entwicklungsschwächen oder Konzentrationsschwächen. Bei älteren Menschen verursachen Pneumokokkeninfektionen schwerwiegende Atemwegserkrankungen . . .

Die Impfung

  • Kinderimpfungen: Die Impfung gegen Pneumokokken ist für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm enthalten und wird im 3., 5. und 12. (-14.) Lebensmonat verabreicht. Für Risikokinder steht die Pneumokokkenimpfung im kostenfreien Impfkonzept bis zum vollendeten 5. Lebensjahr zur Verfügung. Zur Verhütung invasiver  Pneumokokkenerkrankungen sollte die Impfserie möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat begonnen werden. Die konjugierte Pneumokokkenimpfung für Säuglinge kann gleichzeitig mit der 6-fach-Impfung (an verschiedenen Injektionsstellen) verabreicht werden.
  • Erwachsenenimpfung: Nach der Grundimmunisierung im Säuglings-/Kleinkindalter mit dem konjugierten Impfstoff sind bei Personen ohne erhöhtes Risiko bis zum vollendeten 50. Lebensjahr keine weiteren Auffrischungsimpfungen notwendig.

Hinweis Die Impfung wird Erwachsenen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr empfohlen, da das Risiko für schwere Pneumokokkenerkrankungen ab diesem Alter deutlich ansteigt.Zusätzlich erhöht sich das Risiko auch bei Personen, die keine sonstigen Risiken haben, wenn sie rauchen oder Alkoholabusus betreiben.

Risikogruppe

Für Personen aller Altersgruppen mit erhöhtem Risiko ist die Impfung besonders dringend empfohlen. Als Personen mit erhöhtem Risiko gelten einerseits Personen mit einem erhöhten Risiko, eine Pneumokokkenerkrankung zu entwickeln und andererseits Personen, die bei Erkrankung ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, wie zum Beispiel:

  • Menschen ab 50 Jahren
  • Säuglinge und Kinder mit verzögerter Entwicklung (Gedeihstörung)
  • Personen mit bestimmten chronischen Krankheiten, wie z.B. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane wie Asthma oder COPD, Diabetes mellitus, Leberzirrhose
  • Personen vor oder nach einer Organtransplantation bzw. nach einer Stammzelltransplantation bzw. während einer immunsuppressiven Therapie

Bei Personen aus einer Hochrisikogruppe sollte besonders auf einen ausreichenden Impfschutz geachtet werden.

Impfschema

Das Impfschema hinsichtlich Pneumokokken ist altersabhängig, abhängig von zuvor erfolgten Pneumokokkenimpfungen und davon, ob der Impfling einer Risikogruppe angehört. Insofern sollte mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt oder Spezialistinnen/Spezialisten individuell abgeklärt werden, welche Pneumokokkenimpfungen wann erfolgen sollten.

Die Impfung soll für Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr ohne vorangegangene Pneumokokkenimpfung und ohne erhöhtes Risiko zuerst mit dem 13-valenten konjugierten Impfstoff und nach einem Jahr mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff durchgeführt werden.

Ausführliche Informationen zur Pneumokokkenimpfung erhalten Sie im aktuellem Impfplan..