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Antrag auf berufliche Rehabilitation

Wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines Unfalles seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, ist das für die Betroffenen oft sehr belastend. Während die medizinische Rehabilitation zum Ziel hat, nach Unfall oder Krankheit die körperliche oder psychische Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, steht bei der beruflichen Rehabilitation die Förderung der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt im Vordergrund . . .

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, um beruflich wieder aktiv zu werden. Zum Bereich der beruflichen Rehabilitation gehören u.a.:

  • Leistungen zur Förderung der Arbeitsaufnahme,
  • Leistungen, die eine berufliche Anpassung, Fortbildung, Ausbildung und Umschulung ermöglichen,
  • Leistungen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes sowie
  • Leistungen zur Adaptierung eines bestehenden Arbeitsplatzes.

Hinweis Die berufliche Rehabilitation sollte nach Beendigung der medizinischen Rehabilitation einsetzen, mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

Voraussetzungen für Anspruch

Berufliche Maßnahmen der Rehabilitation können im Bereich der Sozialversicherung von einem Unfallversicherungsträger (in Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall bzw. einer Berufskrankheit) oder von einem Pensionsversicherungsträger erbracht werden. Für vor 1.1.1964 geborene Versicherte und selbständig Erwerbstätige besteht bei Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen ein Rechtsanspruch auf Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation.

Invalidätspension

Mit Jänner 2014 trat für unselbständig Erwerbstätige eine umfassende Reform des Invaliditätspensionsrechts in Kraft mit dem Ziel, Menschen länger im Erwerbsleben zu halten und die Zahl der Invaliditätspensionen zu verringern. Der Grundsatz „Rehabilitation vor Pension“ soll verstärkt in den Vordergrund treten. Eine befristete Gewährung einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension kommt für ab 1.1.1964 geborene Versicherte nicht mehr in Betracht. Stattdessen wird Rehabilitationsgeld oder Umschulungsgeld gewährt.

Für Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmer, die vorübergehend invalid bzw. berufsunfähig sind, die ihren erlernten Beruf  nicht mehr ausüben können und für die berufliche Rehabilitationsmaßnahmen zweckmäßig und zumutbar sind, soll eine berufliche Umschulung (jedoch nicht unter das bisherige Qualifikationsniveau) erfolgen. Als Geldleistung ist Umschulungsgeld vorgesehen. Die Berechnung, Gewährung und Auszahlung des Umschulungsgeldes sowie die Durchführung der beruflichen Maßnahmen der Rehabilitation obliegt dem zuständigen Arbeitsmarktservice.

Hinweis Ausführliche Informationen zum Rehabilitations- und Umschulungsgeld erhalten Sie unter Invaliditätspension NEU.

Zuständigkeit

Für die berufliche Rehabilitation sind in Österreich mehrere Einrichtungen bzw. Kostenträger zuständig:

  • Pensionsversicherungsträger (PVA, SVA, SVB, VAEB)
  • Unfallversicherungsträger (AUVA, BVA, SVB, VAEB)
  • Arbeitsmarktservice (AMS)
  • Landesstellen des Sozialministeriumservice
  • Bundesländer

Informationen, über Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation der einzelnen Einrichtungen erhalten Sie z.B. auf der Website der Arbeiterkammer unter Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation im Überblick und auf der Website der Sozialversicherung.

Antragstellung

Ein beim Pensionsversicherungsträger eingebrachter Antrag auf eine Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension gilt vorrangig als Antrag auf Rehabilitation. Um unabhängig von einem Antrag auf Pension Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation zu erhalten, müssen Betroffene einen Rehabilitationsantrag stellen Der Rehabilitationsantrag kann von der/dem Versicherten direkt beim zuständigen Sozialversicherungsträger bzw. über andere Kostenträger wie z.B. Arbeitsmarktservice oder Sozialministeriumsservice eingebracht werden. Im Falle eines Antrages wird überprüft, ob die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben durch berufliche Rehabilitationsmaßnahmen erreicht werden kann.

Wenn die vorliegenden ärztlichen Gutachten nicht ausreichend sind, kann im Prüfungsverfahren der zuständige Versicherungsträger eine medizinische Begutachtung durch eigene Ärztinnen/Ärzte veranlassen.

Hinweis Es besteht die Möglichkeit Anträge bei jedem Sozialversicherungsträger einzubringen – auch wenn ein anderer Versicherungsträger tatsächlich zuständig ist. In diesem Fall wird der Antrag an den zuständigen Kostenträger weitergeleitet („Allspartenservice“).

Werden Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation abgelehnt, kann ein neuerlicher Antrag bei wesentlicher Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingebracht werden.

Antragsformulare zum Download

Auf der Website der PVA besteht die Möglichkeit, online einen Antrag auf Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation zu stellen. Der vollständig ausgefüllte Antrag wird automatisch an die zuständige Landesstelle bzw. Dienststelle der Pensionsversicherungsanstalt übermittelt.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für die Dauer der beruflichen Rehabilitation leistet der Versicherungsträger unter bestimmten Voraussetzungen der Versicherten/dem Versicherten ein Übergangsgeld.