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Gesundheitsschäden durch Passivrauchen

Würden Sie freiwillig einen Raum betreten, in dem die Schadstoffmenge in der Luft die gesundheitliche Gefährdungsgrenze um das Zehnfache überschreitet? Tatsächlich können so hohe Feinstaubwerte in Raucherwohnungen, Raucherlokalen oder in Autos, in denen geraucht wird, auftreten. Beim Rauchen belastet der giftige Schadstoff-Cocktail die Atemluft der Umgebung. Raucherinnen/Raucher gefährden daher nicht nur sich selbst, sondern auch Nichtraucherinnen/Nichtraucher! Täglich sterben in Österreich zwei bis drei Personen an den Folgen des Passivrauchens. Die überwiegende Anzahl davon an Schlaganfall und Herzinfarkt.

Was ist Passivrauchen?

Glimmende Zigaretten geben eine Menge kleiner Teilchen mit einer hohen Schadstoffkonzentration ab. Dazu kommt der inhalierte und wieder ausgeatmete Rauch. Die feinen Rauchpartikel sammeln sich an Vorhängen, Decken, Wänden und anderen Gegenständen und belasten als „kalter Rauch“ die Umgebungsluft, auch wenn gar nicht mehr geraucht wird.

Beim Passivrauchen wird Tabakrauch aus der Umgebungsluft aufgenommen. Dieser Rauch enthält die gleichen giftigen und krebserregenden Substanzen, wie der beim Rauchen inhalierte Rauch.

Gesundheitliche Folgen des Passivrauchens

Passivrauchen ist ähnlich schädlich wie aktives Rauchen. Schon kurzzeitiges Passivrauchen verursacht Augenbrennen und reizt die Atemwege. Längeres Passivrauchen schädigt besonders Lunge und Herz-Kreislauf-System. Es erhöht das Risiko u.a. für Lungenkrebs, Brustkrebs bei Frauen vor der Menopause, koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfälle.

Vor allem Ungeborene, Babys und Kinder leiden unter den Folgen des Passivrauchens, da es die gesunde körperliche Entwicklung stört. Kinder rauchender Eltern leiden häufiger unter akuten und chronischen Atemwegserkrankungen und haben öfter Mittelohrentzündungen als Kinder, die in einem Nichtraucherhaushalt leben. Kinder von Raucherinnen/Rauchern lernen früh die Rauchrituale kennen und sind stärker gefährdet, später selbst abhängig zu werden. Passivrauchen erhöht besonders bei Kindern das Risiko, Asthma zu entwickeln. Auch Karies, Schlafstörungen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) hängen mit Passivrauch zusammen.

Abbildung: Durch Passivrauchen verursachte Krankheiten und Beschwerden
(Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, Stabsstelle Krebsprävention)