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Schulangst: Kennzeichen

Schulangst ist nicht gleichzusetzen mit Schulphobie. Die Gründe für Schulangst stehen im Zusammenhang mit der Schule – Furcht vor Ausgrenzung, Demütigung oder Versagen. Ursachen für eine Schulphobie hingegen liegen im familiären Umfeld (z.B. erkrankter Elternteil, Gewalt in der Familie etc.). Das Kind hat meist große Angst bzw. Panik vor einer Trennung und davor, dass etwas Schlimmes passieren könnte, während es in der Schule ist. Jedoch haben sowohl Schulangst als auch Schulphobie reale Hintergründe.

Von Schulverweigerung spricht man, wenn Kinder bzw. Jugendliche aufgrund einer Störung des Sozialverhaltens nicht in die Schule kommen, um sich stattdessen z.B. mit einer Bande zu treffen, aber auch, wenn eine Schulphobie vorliegt und deshalb das Kind nicht in die Schule kommt. Beim Schulschwänzen besteht hingegen einfach keine Lust, in die Schule zu gehen.

Verhalten sorgsam beobachten

„Nein, ich mag nicht in die Schule gehen!“ Dieser Satz könnte von einem Kind mit Schulangst stammen. Natürlich ist es auch möglich, dass dahinter eventuell andere Gründe wie etwa Überforderung, ein Streit mit der Schulfreundin etc. stecken. Aber nicht immer sagen Betroffene direkt, dass sie nicht in den Unterricht gehen möchten, sondern „maskieren“ die Angst. Eltern können durch ihre Aufmerksamkeit teilweise schon früh erkennen, dass etwas nicht stimmt, und entsprechend handeln.

Oft zeigt sich bei beginnender Schulangst, dass sich Schülerinnen/Schüler mit dem Thema Schule nicht mehr so wohl fühlen. Schlechte Laune, Traurigkeit oder Schweigen machen sich breit. Einige Kinder ziehen sich sehr zurück, während andere mit großer Erregung oder sogar Aggressivität um Aufmerksamkeit kämpfen oder sich zu schützen versuchen. Ein weiterer Hinweis kann sein, dass kein Interesse an sozialen Kontakten besteht – etwa eine Geburtstagsparty mit Klassenkolleginnen/Klassenkollegen zu feiern. Hinter dieser Unlust kann sich die Angst verbergen, dass niemand zum Fest erscheinen wird. Auch die Art und Weise der Internet-Verwendung kann Anhaltspunkte geben: Dient das Surfen oder Computerspielen der sozialen Kommunikation oder der Überwindung der Einsamkeit?   

„Mir ist schlecht, Mama“

Doch nicht nur das Verhalten kann auf Schulangst hinweisen, sondern manchmal auch körperliche Anzeichen. Treten am Wochenbeginn oder vor Schularbeiten vermehrt Symptome wie etwa Übelkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen auf, kann dies auf Ängste hinweisen.

Hinweis Eine ärztliche Untersuchung ist in jedem Fall notwendig, um eine medizinische Ursache ausschließen zu können!


Auch hinter Wesensveränderungen oder Konzentrationsproblemen kann eine körperliche Ursache stecken. Nehmen Sie die Schulangst und auftretende Symptome deshalb immer ernst, und konsultieren Sie umgehend eine Kinderärztin/einen Kinderarzt Ihres Vertrauens. Verletzt sich ein Kind selbst, z.B. durch Ritzen, oder zeigt es ein sehr auffälliges Verhalten, wenden Sie sich rasch an eine Kinderpsychiaterin/einen Kinderpsychiater bzw. die nächstgelegene Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Veränderungen als Bedrohung

Routine gibt Kindern Sicherheit. Wenn sich ständig etwas ändert, z.B. häufig wechselndes Lehrpersonal oder überraschende Tests, leiden manche Schülerinnen/Schüler mehr als andere unter diesen unvorhergesehenen Veränderungen. Je stärker die Grundangst, desto größer ist das Bedürfnis nach stabilen Tagesabläufen.