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Schulangst: Ursachen und Entstehung

Die Ursachen von Angst sind vielfältig. Ein Grund, Furcht zu entwickeln, kann ein Schulwechsel – etwa  durch Umzug oder Umstieg in einen neuen Schultyp (z.B. Gymnasium) – sein. Auch Überforderung, Mobbing etc. führen mitunter zu Schulangst. Natürlich können sich hinter Schulangst noch viele andere Ursachen verbergen. 

Schulwechsel als Herausforderung

Ist ein Ortwechsel beispielsweise aufgrund eines neuen Jobs eines Elternteils notwendig, dauert es oft eine Weile, bis sich der Nachwuchs an die veränderten Gegebenheiten gewöhnt hat. Vieles ist neu – und es wollen wieder Freundinnen/Freunde gefunden werden. Die Trauer darüber, dass die alten nicht vor Ort sind, ist ein ganz natürlicher Prozess, dem auch Raum gegeben werden sollte.

Der Umstieg in eine weiterführende Schule kann ebenso viele Fragen und Ängste hervorrufen: Was erwartet mich? Werde ich Anschluss finden etc.? Hilfreich sind soziale Kontakte, die über Jahre bestehen bleiben – gemeinsam die Schulbank drücken verbindet. Es ist wichtig, diese Fragen und auch Befürchtungen ernst zu nehmen und auch zu thematisieren. Ein Tag der offenen Tür oder andere Möglichkeiten der Vorbereitung auf den neuen Schultyp können beruhigen und Interesse wecken.

„Dicke Luft“ im Klassenzimmer

Die Schul- und Klassenatmosphäre hat entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern. Dabei spielen nicht nur die Räumlichkeiten, sondern vor allem auch die zwischenmenschlichen Beziehungen eine wesentliche Rolle (z.B. zwischen den Gleichaltrigen oder Kindern/Jugendlichen und Lehrpersonal). Wird das Kind zum Beispiel beschämt oder bloßgestellt, kann sich nachhaltig Schulangst entwickeln. Seien Sie als Elternteil ein guter Ansprechpartner, und suchen Sie, wenn nötig, auch rasch das Gespräch mit dem Lehrpersonal.

Angst und Überforderung

Nicht nur Erwachsene stehen oft unter Stress oder haben Versagensängste, sondern auch Kinder. In der Schule kann großer Druck oder angespanntes Klima herrschen. Neben der Schule noch Sport betreiben, ein Musikinstrument lernen oder Nachhilfeunterricht absolvieren ist ebenfalls keine Seltenheit heutzutage. Dazu kommen auch familiäre Spannungen, wie sie etwa bei Trennung der Elternteile oder in neu zusammengefundenen Patchworkfamilien auftreten können.

Manchmal bestehen innerhalb der Familie auch hohe Erwartungen aneinander – aus verschiedensten Gründen z.B. der Anspruch, besonders gute Noten zu schreiben. In diesem Fall hilft es oft, Vorstellungen realistisch zu halten und die Wünsche und Bedürfnisse des anderen zu berücksichtigen – auch wenn sich diese vielleicht von den eigenen unterscheiden. Nähere Informationen finden Sie unter Schulstress & Co.  

Mobbing

Angst vor der Schule kann auch entstehen, wenn man sich dort alleine fühlt (kaum Freundinnen/Freunde hat etc.) oder Anfeindungen stattfinden (z.B. Mobbing). Schule ist nicht der einzige Ort, Freundinnen/Freunde zu finden. Natürlich können Lehrinnen/Lehrer versuchen, das Teamverhalten der Klasse zu verbessern und dadurch soziale Kontakte zu erleichtern oder zu vertiefen. Aber auch außerhalb der Schule gibt es viele Möglichkeiten, Anschluss zu finden – etwa in Sportvereinen. Wird ein Kind Mobbingopfer, ist schnelles Handeln gefragt. Nähere Informationen erhalten Sie unter Gewalt und Mobbing.

Weitere Ursachen

Manche Gefühle werden nicht direkt als Angst empfunden oder nach außen getragen, sondern äußern sich z.B. als Aggression. Umgekehrt kann es sein, dass etwas als Angst erscheint, in Wirklichkeit jedoch eine andere Emotion – beispielsweise Trauer – dahinter steckt. Weinen und traurig sein ist nicht überall selbstverständlich. Trauer kann sich daher oft „aufstauen“ und ein anderes Gesicht zeigen.

Natürlich können sich hinter Schulangst noch viele andere Ursachen verbergen, die es individuell herauszufinden gilt – wie etwa eine Sozialphobie. Bei dieser hat das Kind Angst, in der Öffentlichkeit oder vor anderen aufzufallen. Gibt es schon seit längerer Zeit Probleme in der

Schule, werden manchmal Diagnosen wie ADHS, ZwangsstörungMutismus oder soziale Anpassungsstörung gestellt. Auch traumatische Erfahrungen jeglicher Art bieten einen Nährboden für das Entstehen von Ängsten. Dazu gehören zum Beispiel schwere lebensbedrohliche Krankheiten, Gewalterfahrungen etc. In diesen Fällen ist rasche professionelle und rechtliche Hilfe notwendig.

Um Unterstützung zu bitten, fällt oft nicht leicht – weder Erwachsenen noch Kindern. Je eher es „normal“ in einer Familie erscheint, um Hilfe zu bitten, desto selbstverständlicher wird es auch den Sprösslingen erscheinen. Manchmal geht es gar nicht um große Probleme, sondern einfach nur etwa um Hilfe bei den Hausaufgaben.