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Kluge Lerntipps

Leichter lernen –­ wer möchte das nicht? Doch wie geht das am besten? Die folgenden Tipps sollen dabei helfen, möglichst effizient zu lernen –­ nach dem Motto „mehr Lust, weniger Frust”! Oft helfen bereits kleine Maßnahmen wie regelmäßige Pausen und Wiederholungen. Es ist zudem wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben, um die Motivation nicht zu verlieren.

So macht Lernen Freude!

Mit diesen Tipps fällt Lernen leichter:

  • Pausen machen: Das Gehirn merkt sich viele Arten von Information besser, wenn zwischen zwei Übungseinheiten zeitliche Abstände liegen, in denen das Gelernte verarbeitet werden kann.

  • Zeitmanagement: Rechtzeitige Lernplanung verhindert, sich in letzter Minute noch alles einprägen zu müssen. Ein Wiederholungsendspurt vor der Prüfung ist aber dennoch sinnvoll, da zu diesem Zeitpunkt die Leistungsfähigkeit nochmals ansteigt. Der Prüfling ist zu diesem Zeitpunkt bereits auf hohe Anforderungen eingestellt und der Sympathikus (Teil des unwillkürlichen Nervensystems) läuft auf Hochtouren.

  • Wiederholen: Nach einer kleinen Pause ist es sinnvoll, die Lerninhalte zu wiederholen. Besonders wirkungsvoll ist das nochmalige Durchgehen der gelernten Informationen vor dem Schlafengehen. Es wird empfohlen, den Lernstoff regelmäßig zu wiederholen.

  • Auch beim Lernen hilft „Aufwärmen“: Mit einer leichteren Aufgabe beginnen, sodass sich Schritt für Schritt der Lernerfolg einstellt.

  • Abwechslung macht Spaß: Unterschiedliche Fächer hintereinander pauken.

  • Zielen motiviert entgegensehen: Ein überschaubares Ziel vor Augen haben (z.B. eine gute Note für eine Schularbeit) und Anreize schaffen (z.B. sich etwas Besonderes nach der Prüfung vornehmen etc.).

  • In der Gruppe lernen: Zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Die Kinder können sich auch gegenseitig etwas erklären z.B. durch Gründung von Lernpatenschaften (Fortgeschrittene helfen Lernschwächeren). Wenn Eltern wenig Geld für Nachhilfestunden erübrigen oder aus anderen Gründen die Kinder bei der Hausübung nicht unterstützen können, gibt es in Lerncafés der Caritas Unterstützung. In diesen erfahren vor allem Kinder mit mangelnden Deutschkenntnisse gezielte Förderung.

  • Allgemein immer wieder Entspannung in den Alltag einbauen:z.B. Musik hören, spielen, einen Spaziergang machen.

Weitere hilfreiche Lerntipps und Informationen zu Lerntechniken finden Sie auf der Website der Schulpsychologie-Bildungsberatung www.schulpsychologie.at.

Lernen: Wie funktioniert das?

Was geht im Gehirn beim Lernen eigentlich vor sich? Fest steht: Wer nachhaltig lernt, speichert Fakten und Eindrücke im Langzeitgedächtnis.

  • Wunderwerk Gedächtnis: Eine universale Erklärung dafür, wie das Gedächtnis in allen Einzelheiten funktioniert, gibt es noch nicht. Die Forschung kommt dem Geheimnis jedoch immer mehr auf die Spur. Drei grobe Prozesse werden dem Gedächtnis zugeschrieben: Enkodieren, Speichern und Abruf von Informationen. Aber was steckt dahinter? Über das sogenannte Enkodieren gelangen Informationen in das Gedächtnis, werden dort gespeichert, bis sie wiederum abgerufen werden. Erinnert man sich an Fakten oder Ereignisse, spricht man von deklarativem Gedächtnis. Demgegenüber steht das prozedurale Gedächtnis, das sich auf die Art und Weise bezieht, wie Handlungen durchgeführt werden.
  • Kurzzeit- versus Langzeitgedächtnis: Zuerst landen Informationen im Kurzzeitgedächtnis. Dieses hat jedoch nur eine begrenzte Kapazität und kann ohne Wiederholungen Informationen nur kurz speichern. Das Langzeitgedächtnis hingegen hat eine nahezu unbegrenzte Speicherkapazität und enthält das gesamte Wissen eines Menschens über sich selbst und die Welt. Diese komplexen Vorgänge sind Forschungsgegenstand etwa der Psychologie und Neurowissenschaften.