Schnellmenü

Zur Startseite springen, Accesskey 0,
Zur Hauptnavigation springen, Accesskey 1,
Zum Inhalt springen, Accesskey 2,
Zur Kontaktseite springen, Accesskey 3,
Zur Sitemap springen, Accesskey 4

Zum Schnellmenü zurück

Krankheiten in der Schwangerschaft

Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft sind normal und für die Entwicklung des ungeborenen Kindes notwendig. Leichte Beschwerden sind in der Schwangerschaft normal. Selten können sich im Verlauf der Schwangerschaft Krankheiten entwickeln. Wenn diese Krankheiten aber nicht rechtzeitig behandelt werden, stellen sie eine ernste Gefahr für die Gesundheit von Mutter und Kind dar. Die Untersuchungen im Mutter-Kind-Pass helfen, beginnende Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.  

Starkes Erbrechen

Das Erbrechen in der Schwangerschaft wird mit dem gestiegenen Sexualhormonspiegel in Zusammenhang gebracht. Auch psychische und soziale Faktoren können einen Einfluss auf die Entwicklung des Schwangerschaftserbrechens haben. Wenn die Neigung zum Erbrechen über einen längeren Zeitraum und über das erste Schwangerschaftsdrittel hinaus anhält, besteht die Gefahr, dass der Körper unterversorgt wird. Daraus können sich schwere Störungen des Stoffwechsels, des Elektrolythaushalts und der Leberfunktion entwickeln.   

Bluthochdruck

Aufgrund der Anpassungen des Herz-Kreislauf-Systems in der Schwangerschaft sinkt der Blutdruck im zweiten Schwangerschaftsdrittel leicht. Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann zwei Ursachen haben: Dieser kann bereits vor einer Schwangerschaft als chronische Hypertonie bestehen oder sich im Zuge der Schwangerschaft aus den hormonellen Umstellungen entwickeln. Eine chronische Hypertonie kann sich im Zuge der körperlichen Anpassungen in der ersten Schwangerschaftshälfte normalisieren und erst in der zweiten Hälfte wieder zeigen.

Als Hypertonie gilt ein Blutdruck von systolisch höher als 140 mmHg und diastolisch höher als 90 mmHg. Geringgradige Blutdruckerhöhung ohne weitere Begleiterkrankungen stört in der Regel den Schwangerschaftsverlauf nicht. Allerdings kann Bluthochdruck zu Gefäßveränderungen der Organe und der Plazenta führen. Bluthochdruck in Kombination mit krankhafter Eiweißausschüttung (Proteinurie) ist Anzeichen einer sogenannten Präeklampsie, die ein gefährliches Krankheitsbild darstellt.  

Präeklampsie

Eine Präeklampsie ist durch die Kombination von Bluthochdruck mit zu hoher Eiweißausschüttung über den Urin (Proteinurie) gekennzeichnet. Zusätzlich können Ödeme auftreten. Die Schwangerschaftserkrankung kann mit einem hohen Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind verbunden sein. Ihre Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Das Risiko einer Präeklampsie wird durch vorher bestehende chronische Erkrankungen mit Gefäßveränderungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie oder Nierenerkrankungen erhöht.

Das HELLP-Syndrom ist eine seltene, gefährliche Variante der Präeklampsie. Es kommt zu einer Erkrankung der Leber, einer Zerstörung der roten Blutkörperchen und zu einem starken Abfall der Zahl der Blutplättchen (erhöhtes Blutungsrisiko).  

Eklampsie

Eine Eklampsie (Krampfanfall) kann auf eine schwere Präeklampsie folgen, aber auch plötzlich auftreten. Die Eklampsie stellt eine lebensbedrohende Situation für die Mutter und das Kind dar.

Diabetes mellitus

Wenn Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zum ersten Mal in der Schwangerschaft auftritt, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes. Die Störung im Kohlehydratstoffwechsel kann durch den Anstieg der Schwangerschaftshormone ausgelöst werden. Allerdings kann ein versteckter Diabetes mellitus (Typ I oder Typ II) bereits vor der Schwangerschaft bestanden haben.

In den meisten Fällen normalisiert sich der Zuckerhaushalt nach der Schwangerschaft. Diabetes mellitus begünstigt verschiedene Komplikationen bei der schwangeren Frau wie ein höheres Infektionsrisiko im Genitaltrakt, eine Präeklampsie oder eine höhere Abortrate.