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Beschwerden in der Schwangerschaft

Kurzatmigkeit zählt zu den frühen Zeichen einer Schwangerschaft. Die Atemprobleme werden durch verschiedene Umstellungen im Organismus hervorgerufen. In der Mitte der Schwangerschaft normalisiert sich die Atmung. Gegen Ende ist das Atemvolumen der Lunge durch das Wachstum des Fötus eingeschränkt. Das kann die Atmung wieder erschweren. Neben der Atemnot können während der Schwangerschaft weitere meist vorübergehende Beschwerden auftreten, wie z.B. Darmträgheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

Darmträgheit und Verstopfung

Die hormonellen Umstellungen bewirken, dass der Darm während der Schwangerschaft langsamer arbeitet. Dadurch können Verstopfungen auftreten. Eine Ernährung mit ballaststoffreicher Kost, Obst, Gemüse und ausreichender Flüssigkeit (zwei bis drei Liter am Tag) fördert die Darmtätigkeit. Besonders wichtig ist also, genug zu trinken! Auch regelmäßige Bewegung unterstützt die Verdauung.  

Hämorrhoiden

In der Schwangerschaft können sich leichter Krampfadern im Afterbereich, sogenannte Hämorrhoiden, bilden. Sie werden durch Flüssigkeitsansammlungen in der unteren Körperhälfte und durch den erhöhten Druck, den die wachsende Gebärmutter ausübt, begünstigt. Vorbeugende und lindernde Maßnahmen sind:

  • ballaststoffreiche Nahrung und ausreichend trinken,
  • langes Stehen vermeiden,
  • regelmäßige Bewegung bzw. Beckenbodengymnastik zur Durchblutungsförderung oder
  • kühle Sitzbäder (zur Linderung).

Ärztinnen und Ärzte informieren über weitere Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Hämorrhoiden.

Haarausfall

Durch einen gestiegenen Hormonspiegel (Östrogen) haben viele Frauen während der Schwangerschaft einen dichteren Haarwuchs. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel, und oft tritt ein zeitlich begrenzter Haarausfall auf, vor allem während des Wochenbetts. Danach kann das Haar eine Zeit lang stärker wachsen.   

Krampfadern

In der Schwangerschaft werden die Venen besonders durch die Umstellungen im Herz-Kreislauf-System beansprucht. Es besteht ungefähr ab der zweiten Schwangerschaftshälfte eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Krampfadern entstehen. Sie können in den Beinen sowie an den Schamlippen auftreten.

Als vorbeugende Maßnahmen gelten:

  • Tragen von Stützstrümpfen,
  • regelmäßige leichte Bewegung,
  • Hochlagern der Beine.

 Die Ärztin oder der Arzt informiert über weitere Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Krampfadern. 

Ödeme

Während der Schwangerschaft kommt es verstärkt zu Wassereinlagerungen im Gewebe, aus denen sich Ödeme bilden können. Besonders häufig sind davon die Beine, im Speziellen der Knöchelbereich betroffen. Grundsätzlich können Ödeme während der Schwangerschaft überall am Körper auftreten. Nach der Schwangerschaft verschwinden Ödeme in der Regel wieder. Wenn Ödeme bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft auftreten, kann dies auch ein Zeichen für eine beginnende Schwangerschaftserkrankung sein.  

Schwangerschaftsstreifen

Durch die Dehnung der Haut wird das Bindegewebe gegen Ende der Schwangerschaft stark beansprucht. An besonders belasteten Stellen können sich durch Überdehnung rötliche Schwangerschaftsstreifen bilden, die sich nach der Schwangerschaft zum Großteil wieder zurückbilden. Zur Vorbeugung dienen Maßnahmen, um die Dehnfähigkeit der Haut und ihre Durchblutung zu verbessern. Dazu gehören gezielte Massagen mit speziellen Hautölen, Gymnastik und Wechselduschen.  

Schwindel und Kreislaufprobleme

Die Anpassungen des Blutdrucks und Zuckerstoffwechsels am Beginn der Schwangerschaft können Kreislaufprobleme und Schwindel verursachen. Wenn die Probleme in der zweiten Schwangerschaftshälfte anhalten, kann dies auch auf eine Schwangerschaftserkrankung hindeuten. Regelmäßige Bewegung oder Wechselduschen beugen Kreislaufbeschwerden während der Schwangerschaft vor.  

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen gelten als typische Symptome einer normalen Schwangerschaft. Bei vielen Frauen treten diese Beschwerden besonders am Morgen auf. Sie können aber auch auf den ganzen Tag verteilt sein. Übelkeit und Erbrechen hören in der Regel bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats auf.

Die Ursache der Beschwerden liegt in der Anpassung des Organismus an den gestiegenen Sexualhormonspiegel. Frauen reagieren unterschiedlich auf die Umstellung in der Schwangerschaft. Manche entwickeln eine Abneigung gegen bestimmte Speisen oder Gerüche. Übelkeit und Erbrechen können auch in Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck oder psychischen Faktoren stehen.

Bei Übelkeit und Erbrechen klärt die betreuende Ärztin oder der betreuende Arzt die schwangere Frau über die natürlichen Ursachen der Beschwerden auf. Zur Vorbeugung und Linderung der Übelkeit kann eine kleine Mahlzeit (trockenes Brot, Zwieback, Knäckebrot, Kräutertee oder Milch in kleinen Schlucken) empfohlen werden.

Hält das Erbrechen über längere Zeit an (über den dritten Schwangerschaftsmonat hinaus) beziehungsweise tritt es besonders stark oder mehrmals am Tag auf, muss es ärztlich genauer untersucht werden. Starkes, lang andauerndes Erbrechen (Hyperemesis) kann zu einem schweren Krankheitsbild mit Vitaminmangel und Störungen des Stoffwechsels führen.

Zahnprobleme

Während der Schwangerschaft wird das Zahnfleisch besser durchblutet, daher kann es leichter zu Zahnfleischbluten kommen. Auch die Zusammensetzung des Speichels verändert sich. Der höhere Säuregehalt begünstigt die Kariesbildung oder Entzündungen des Zahnfleisches. Zur Vorbeugung von Zahnproblemen ist eine regelmäßige sorgfältige Mundhygiene wichtig. Dazu zählt die gründliche Reinigung der Zähne und Zahnzwischenräume nach jeder Mahlzeit. Salbeitee hilft bei Zahnentzündungen oder Zahnfleischbluten.