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Wie sich Risikofaktoren auf die Gesundheit auswirken

Übergewicht, Cholesterin, Rauchen – neben der Früherkennung von Krankheiten spielen Aufklärung und Beratung über gesundheitliche Risiken eine zentrale Rolle bei der Vorsorgeuntersuchung. Im Folgenden sind jene gesundheitlichen Risikofaktoren beschrieben, die bei der Vorsorgeuntersuchung erhoben werden . . .

Übergewicht

Übergewicht entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Energie in Form von Nahrung aufgenommen wird, als der Körper zum Beispiel durch Bewegung verbraucht. Letztendlich wird der Energieüberschuss in Form von Fett gespeichert, was zu einem erhöhten Körperfettanteil führt. Krankhaftes Übergewicht wird als Fettleibigkeit (Adipositas) bezeichnet. Mit Übergewicht und Adipositas sind häufige Begleit- und Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck (Hypertonie), Zuckerkrankheit (Diabetes), erhöhte Blutfette, aber auch Krebserkrankungen verbunden. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein Body-Mass-Index (BMI) über 25 kg/m² als Übergewicht und ein BMI von 30 kg/m² und höher als Adipositas. Der BMI ergibt sich aus Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat. Weitere Informationen erhalten Sie unter So kommt es zu Übergewicht.

Wenn Sie Ihren Body-Mass-Index bestimmen möchten, klicken Sie auf folgenden Link: BMI-Rechner

Hinweis Der BMI alleine ist nicht aussagekräftig und sagt nichts über die Körperzusammensetzung aus. Ein Sportler beispielsweise mit einem BMI von 26 ist nicht als übergewichtig anzusehen. Auch wenn er laut BMI-Einteilung in die Kategorie „übergewichtig“ fällt. Bei sehr großen oder kleinen Menschen kann der BMI ebenfalls nur begrenzt angewendet werden. Zu berücksichtigen ist, dass sich der BMI mit zunehmendem Alter erhöht.



 Alter    Empfohlener BMI (kg/m²)    
  Frauen   Männer  
 19 bis 24 Jahre    19,5    21,4 
 25 bis 34 Jahre    23,2     21,6 
 35 bis 44 Jahre    23,4   22,9 
 45 bis 54 Jahre    25,2   25,8 
 55 bis 64 Jahre     26,0   26,0 
 > 65 Jahre    27,3   26,6 


Bluthochdruck

In Österreich leiden ungefähr 1,3 Millionen Menschen an Bluthochdruck. Das ist durchschnittlich jede fünfte Person ab 15 Jahren. In ca. 90 Prozent der Fälle hat der Bluthochdruck keine erkennbare Ursache. In der Medizin spricht man dabei von einem essenziellen bzw. primären Bluthochdruck. Es gibt jedoch eine Reihe von gesundheitlichen Risikofaktoren – wie beispielsweise Übergewicht, Rauchen oder Stress –, welche die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen. Bei den restlichen zehn Prozent der Menschen entsteht der Bluthochdruck durch eine Erkrankung bestimmter Organe (z.B. Nierenerkrankung). Die Medizin spricht dann von einem sekundären Bluthochdruck.

Einteilung des Bluthochdruckes:

  Systolische Werte
in mmHg
 
Diastolische Werte
in mmHg
 Optimaler Blutdruck  unter 120    unter 80  
 Normaler Blutdruck   unter 130    unter 85  
 Bluthochdruck    ab 140    ab 90  


Der arterielle Blutdruck wird mit zwei verschiedenen Werten angegeben. Der obere (systolische) Wert entspricht dabei dem höchsten Druck, der untere (diastolische) Wert dem niedrigsten Druck in der Arterie. Ab einem Druck von systolisch 140 mmHg und/oder diastolisch 90 mmHg über einen längeren Zeitraum spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Für eine zuverlässige Diagnose braucht man laut Richtlinien der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie mindestens 30 Messungen, von denen mehr als sieben außergewöhnlich hoch sein müssen. Eine unbehandelte Hypertonie kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Ein chronischer Bluthochdruck schädigt sowohl das Herz als auch die Gefäße. Personen mit chronischem Bluthochdruck haben ein doppelt bis vierfach so hohes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzversagen und arterielle Verschlusskrankheiten (Durchblutungsstörungen) als Personen ohne Bluthochdruck.

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Bluthochdruck.

Rauchen

Rund 1,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher rauchen täglich. Es rauchen mehr Männer als Frauen, jedoch ist die Zahl der Frauen steigend. Rauchen ist mitverantwortlich für die Entstehung vieler Krankheiten. Dazu zählen unter anderem Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), Bluthochdruck, chronische Bronchitis sowie Lungenkrebs. Verantwortlich für den gesundheitlichen Schaden des Rauchens sind die mehr als 4.000 krankmachenden Inhaltsstoffe des Tabakrauchs, die inhaliert werden. Diese schädlichen Inhaltsstoffe stören die Durchblutung der Organe und schädigen die Gefäße. Bei 50 dieser Substanzen ist erwiesen, dass sie krebserregend sind. Das Rauchen aufzugeben, zahlt sich in jedem Alter aus. Bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette stellt sich der Körper um: Nach ca. 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck. Der Kohlenmonoxydgehalt im Blut vermindert sich nach ungefähr acht Stunden. Nach 24 Stunden nimmt allmählich das Herzinfarktrisiko ab. Nach drei Tagen bessert sich die Atmung. Nach drei Monaten steigert sich die Lungenfunktion um 30 Prozent. Nach zehn Jahren halbiert sich das Lungenkrebsrisiko. Nach 15 Jahren ist das Herzinfarktrisiko gleich wie bei einer Nichtraucherin/einem Nichtraucher.

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Rauchstopp.

Alkohol

Bei Alkohol gilt: Auf die Menge kommt es an. Häufiger und ausgiebiger Alkoholkonsum kann zur Sucht und zu körperlichen und geistigen Schäden führen. Alkohol gelangt nach der Einnahme sofort ins Blut. Über das Blut wird der Alkohol im gesamten Körper verteilt und gelangt in alle Organe. Nur zehn Prozent des Alkohols werden über die Niere oder Haut ausgeschieden. Der Rest wird in der Leber mithilfe von Enzymen abgebaut. Wenn die Leber für die Entgiftung des Alkohols stark beansprucht wird, werden ihre normalen Stoffwechselvorgänge unterbrochen. In der Folge können die Leberzellen geschädigt und Nahrungsfette nicht richtig abgebaut werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann beispielsweise eine Leberzirrhose (Schrumpfleber), Leberverfettung oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) hervorrufen. Außerdem liefert Alkohol viele Kalorien, die zur Entstehung von Übergewicht beitragen können. Mit sieben Kilokalorien (kcal) pro Gramm ist der Energiegehalt von Alkohol fast so hoch wie der von Fett mit neun Kilokalorien. Ein Beispiel: Ein halber Liter Bier (ein Krügerl) enthält 20 Gramm Alkohol oder 211 Kilokalorien.

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Alkohol & Abhängigkeit.

Cholesterinwerte

Zu hohe Cholesterinwerte im Blut fördern das Entstehen der Arteriosklerose und erhöhen das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die im Körper wichtige Aufgaben erfüllt. Der Körper benötigt Cholesterin unter anderem für den Aufbau von Zellwänden und für die Produktion von wichtigen Hormonen (z.B. Östrogene) sowie für die Bildung von Gallensäure. Cholesterin wird durch die Nahrung aufgenommen (exogenes Cholesterin), aber auch vom Körper selbst in der Leber hergestellt (endogenes Cholesterin).

Wird über die Nahrung zu viel Cholesterin zugeführt, kommt es zu einem Überschuss, den der Organismus nicht mehr verarbeiten kann. Das überschüssige Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden ab und verschließt zunehmend die Gefäße. Als langfristige Folge werden Organe und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Im Extremfall kann ein Gefäß vollständig verschlossen werden und beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. 

Cholesterin wird im Blut bestimmt. Bei der Messung wird zuerst der Gesamtcholesterinspiegel ermittelt. Um das Risiko für eine Arteriosklerose beurteilen zu können, muss zusätzlich die Menge an LDL (Low density Lipoprotein) und HDL (High density Lipoprotein) im Blut bestimmt werden. Ausführliche Informationen zur Bestimmung des Cholesterins im BLut erhalten Sie unster Laborwert: Cholesterin

Hinweis Ein erhöhter Gesamtcholesterinwert bedeutet nicht zwingend, dass man an einer Arteriosklerose erkrankt. Wichtig ist das Verhältnis von LDL zu HDL. Je höher die LDL-Konzentration und je niedriger die HDL-Konzentration im Blut ist, desto höher ist das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken.

Alter   Gesamtwert (LDL + HDL)   LDL-Wert   HDL-Wert  
unter 20 Jahren    160 mg/dl  100 mg/dl  > 50  mg/dl
über 20 Jahren    200 mg/dl  130 mg/dl  > 50  mg/dl