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Mit dem Rauchen aufhören: Angebote & Methoden

Regelmäßiges Rauchen ist ein über längere Zeit angewöhntes Verhalten, das bei vielen Raucherinnen und Rauchern zur starken Abhängigkeit geworden ist. Bei einer Raucherentwöhnung ist das Ziel, sein Verhalten zu ändern und zur Nichtraucherin bzw. zum Nichtraucher zu werden. Je nachdem wie groß die Tabakabhängigkeit und wie stark die Motivation zum Aufhören ausgeprägt ist, stehen verschiedene Angebote, Methoden und Therapien zur Verfügung.

Schlusspunkt-Methode

Unter der Schlusspunkt-Methode versteht man, dass man sich innerhalb der nächsten Wochen ein Datum setzt, an dem man mit dem Rauchen aufhört. Wichtig dabei ist sich gut auf den Rauchstopp vorzubereiten. Ein erster Schritt ist, sich näher über die Raucherentwöhnung zu informieren (z.B. mit Broschüren oder im Internet). Selten gelingt es, einen dauerhaften Rauchstopp aus einem spontanen Entschluss heraus zu erreichen. Planen Sie deshalb für Ihren Rauchstopp einen bestimmten Tag – je früher, desto besser. Wegen der Entzugserscheinungen sind die ersten sieben Tage am schwierigsten. Wenn Sie sich vor dem Rauchstopp Ihr Rauchverhalten bewusst machen, erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen. Führen Sie dazu ein Rauchstopp-Protokoll (siehe Tipps zur Raucherentwöhnung).

Raucherberatung & Raucherentwöhnung

Wer sich entschlossen hat, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, findet bei

Unterstützung beim Rauchstopp und kann sich in einer Kurzberatung über weitere Möglichkeiten zur Raucherentwöhnung informieren lassen.

In Entwöhnungsprogrammen für Einzelpersonen oder Gruppen erfolgt eine intensive Betreuung mit persönlicher Begleitung in ein rauchfreies Leben. Eventuell ist die Behandlung einer krankhaften Nikotinsucht stationär in einer spezialisierten Einrichtung notwendig. Am Beginn der Raucherentwöhnung wird in einem ersten Gespräch unter anderem das Rauchverhalten analysiert und erfragt, wie hoch die Bereitschaft ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Anschließend wird die weitere Vorgangsweise besprochen, wie eine langfristige Entwöhnung erreicht werden kann.

Am wirksamsten ist die Kombination von medikamentösen und nicht medikamentösen Therapien (z.B. verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Psychotherapie; siehe unten) in Kombination mit regelmäßiger Bewegung. Wenn Sie eine Raucherentwöhnung durchführen, ist es wichtig, auch Familienangehörige, Partnerin/Partner etc. einzubeziehen.

Verhaltenstherapie

Bei der Verhaltenstherapie erarbeitet sich die Raucherin/der Raucher gemeinsam mit der Therapeutin/dem Therapeuten jene Situationen bzw. Reize, die ein Verlangen nach einer Zigarette auslösen. Des Weiteren wird gelernt, wie Risikosituationen bewältigt und Rückfälle vermieden werden können. Einzel- und Gruppentherapie gelten als wirksame Methoden für die Raucherentwöhnung.

Medikamentöse Therapie

Bei der Nikotinersatztherapie wird mit Nikotinpräparaten (z.B. Kaugummi, Pflaster, Inhalator oder Tablette) ein Nikotinspiegel aufgebaut und die Dosis im Verlauf der Therapie stufenweise reduziert. Dadurch können die Entzugserscheinungen gelindert oder verhindert werden. Die Betroffenen können sich besser darauf konzentrieren, ihre Rauchgewohnheiten abzulegen. Die Präparate sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen können Nikotinersatzpräparate bei einem Rauchstopp wirksam unterstützen. Weitere Informationen über die Wirksamkeit der Nikotinersatztherapie finden Sie unter www.gesundheitsinformation.de.

Um die Entwöhnung zu unterstützen und Rückfällen vorzubeugen, kann die Ärztin/der Arzt auch spezielle rezeptpflichtige Medikamente verordnen, die das Suchtverhalten beeinflussen (z.B. Antidepressiva oder zur Nikotinentwöhnung zugelassene Medikamente).

Hinweis Medikamente bzw. Nikotinersatzpräperate helfen, mit eventuell auftretenden Enzugssyptomen besser umzugehen, sie können aber eine aktive Veränderung des Rauchverhaltens nicht ersetzen.

Akupunktur

Bei einer Akupunktur, Akupressur oder Lasertherapie werden bestimmte Suchtpunkte im Ohr behandelt. Diese Maßnahmen werden in der Raucherentwöhnung angewendet und sollen das Verlangen nach einer Zigarette oder Entzugssymptome verringern. Laut Untersuchungen der Cochrane Collaboration ist die Wirksamkeit dieser Maßnahmen noch nicht ausreichend abgesichert, sie dürften jedoch im Vergleich zu anderen Maßnahmen der Raucherentwöhnung, wie der Nikotinersatztherapie oder der Verhaltenstherapie, als Einzelmaßnahme weniger wirksam sein.

Hypnose

Hypnose bzw. Hypnotherapie soll das Rauchverhalten beeinflussen. Die Wirkung dieser Methode ist laut einer Studie der Cochrane Collaboration jedoch nicht ausreichend gesichert.

Wohin kann ich mich wenden und wie erfolgt die Kostenabdeckung?

Ihre Krankenkasse bietet kostenlos Raucherberatung oder ambulante Raucherentwöhnung an. Eventuell ist ein Selbstbehalt zu bezahlen. Die Kosten für die medikamentöse Therapie werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Bei starker Abhängigkeit kann unter bestimmten Voraussetzungen eine stationäre Raucherentwöhnung bewilligt werden.

Weitere Informationen zu Anbieterinnen/Anbietern und zur Kostenabdeckung finden Sie unter Anlaufstellen für die Raucherentwöhnung.